Australien und Gin – klingt erstmal nach Kängurus und Wacholder-Beeren, die sich gegenseitig verwirrt anstarren, oder? Aber genau diese ungewöhnliche Kombination hat sich zu einem der spannendsten Signature-Gins der Welt gemausert. Der Four Pillars Rare Dry Gin kommt aus dem Yarra Valley, einer Weinregion nahe Melbourne, und hat schon mehr Awards eingesackt als so mancher Fußballverein Pokale im Vitrinenschrank stehen hat.

Steckbrief
| Name | Four Pillars Rare Dry Gin |
| Herkunft | Yarra Valley, Australien |
| Stil | New Western Dry Gin |
| Botanicals | Wacholder, Koriander, Zitrone, Orange, Kardamom, Angelika, Lavendel, Sternanis, Pfeffer, Tasmanischer Pfeffer |
| Alkoholgehalt | 41,8 % |
| Preisklasse | Premium |
Geschmacksprofil
Nase: Sofort steigen einem intensive Orangenaromen in die Nase – kein Wunder, hier kommen ganze Orangen (samt Schale) in den Brennkessel. Dahinter blitzt frischer Kardamom auf, begleitet von einer floralen Lavendelnote, die das Ganze angenehm rund macht.
Gaumen: Am Gaumen wird’s spannend: Zitrusfrische trifft auf würzigen Sternanis, während der Wacholder sich erst etwas zurückhält, bevor der tasmanische Pfeffer für einen leichten, aber deutlich spürbaren Kick sorgt. Das ist kein aggressiver Chili-Stich, sondern eher ein warmes, prickelndes Kribbeln – sehr eigenständig und definitiv nicht 08/15.
Abgang: Lang, würzig und mit einem Hauch Pfeffer, der noch lange nachhallt. Die Orangenschale klingt sanft aus und hinterlässt ein warmes, rundes Gefühl.
Perfect Serve
Pur: Auf Eis mit einer Orangenzeste ist der Four Pillars ein echtes Erlebnis für alle, die Gin auch mal ohne Tonic genießen wollen.
Mit Tonic: Wir empfehlen ein hochwertiges, eher neutrales Tonic wie das Fever-Tree Mediterranean oder Indian Tonic, damit die Orangen- und Pfeffernoten nicht überdeckt werden. Garnitur: eine dicke Orangenscheibe statt der klassischen Gurke – das unterstreicht das Fruchtprofil perfekt.
Im Cocktail: Ein absoluter Star im Negroni! Die würzige Pfeffernote harmoniert wunderbar mit Campari und Wermut und gibt dem Klassiker eine spannende australische Wendung.
Fazit & Bewertung
Der Four Pillars Rare Dry Gin ist definitiv kein Gin für Leute, die auf klassischen, wacholderlastigen London Dry stehen. Wer aber Lust auf ein fruchtig-würziges Abenteuer hat und gerne mal über den europäischen Tellerrand hinausschaut, wird hier fündig. Die Kombination aus Orange und tasmanischem Pfeffer ist mutig, gelungen und macht diesen Gin zu einem echten Conversation Starter auf jeder Gin-Tasting-Party.
Bewertung: 4 von 5 Wacholder-Beeren
Klingt gut? Dann probier den Four Pillars Rare Dry Gin selbst!
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