Gin of the Day: Bareksten Double Gin – Fjord-Feeling im Glas

Bareksten Double Gin im Test: norwegischer New Western Gin mit Heidekraut, Wermut und Orange. Erdig, komplex und perfekt für Cocktail-Fans.

Wenn Norwegen einen Gin macht, dann bitte so: schroff, erdig, aber mit einer Überraschung im Gepäck. Der Bareksten Double Gin ist genau dieses Paket – ein Gin, der aussieht wie ein Fjord bei Sonnenaufgang und schmeckt wie eine Wanderung durch Heidekraut und Zitrushaine gleichzeitig. Klingt schizophren? Ist es auch, im besten Sinne.

Bareksten Double Gin

Steckbrief

Name Bareksten Double Gin
Herkunft Norwegen
Stil New Western
Botanicals Wacholder, Orange, Anis, Holunder, Wermut, Heidekraut
Alkoholgehalt 43%
Preisklasse Premium

Geschmacksprofil

Nase: Gleich beim ersten Schnuppern merkt man, warum „Double Gin“ hier kein Marketing-Gag ist. Der Wacholder kommt separat destilliert klar und harzig-erdig durch, dahinter blüht sofort eine süßliche Orangennote auf, die das Ganze auflockert. Ein Hauch Anis rundet das Bouquet mit einer leicht kräuterigen Süße ab – wie ein Spaziergang durch einen norwegischen Wald mit Zitrusbaum am Wegesrand.

Gaumen: Am Gaumen zeigt sich die ganze Bandbreite der acht gemeinsam destillierten Botanicals. Der Wermut bringt eine dezente Bitterkeit mit, die Holunderblüte steuert Blumigkeit bei, und das Heidekraut – ja, tatsächlich Heidekraut! – verleiht dem Gin eine erdig-honigartige Tiefe, die man so selten findet. Die Textur ist ölig und vollmundig, fast schon wie ein kleiner Whisky-Cousin.

Abgang: Lang, wärmend und mit einem leichten Anis-Nachhall, der sich mit der Wacholder-Schärfe verbindet. Am Ende bleibt ein trocken-würziges Gefühl zurück, das Lust auf den nächsten Schluck macht.

Perfect Serve

Pur: Für Gin-Nerds ein Muss – bei Zimmertemperatur pur oder auf einem großen Eiswürfel entfaltet sich die ganze Komplexität am besten.

Mit Tonic: Hier wird es interessant. Ein klassisches Tonic kann die erdigen Noten erschlagen, deshalb empfehlen wir ein Mediterranean Tonic oder ein leicht herb-florales Tonic (z.B. Thomas Henry Elderflower Tonic), das die Holunderblüte unterstützt statt zu übertönen. Garnitur: eine Orangenzeste und ein Zweig Rosmarin.

Im Cocktail: Ein Bareksten Negroni ist eine Offenbarung – die erdigen und bitteren Noten des Gins harmonieren wunderbar mit Campari und Wermut. Auch in einem White Lady macht er dank der Anis- und Orangenkomponente eine hervorragende Figur.

Fazit & Bewertung

Der Bareksten Double Gin ist definitiv kein Gin für Einsteiger, die einen leichten, zitrusfrischen London Dry suchen. Das hier ist ein Gin mit Charakter, mit Ecken und Kanten, der Botanicals wie Heidekraut und Wermut selbstbewusst in den Vordergrund stellt. Wer auf erdige, leicht bittere und komplexe Gins steht und gerne mal etwas abseits des Mainstreams probiert, wird hier absolut glücklich. Für die klassische G&T-Runde am Sonntagnachmittag vielleicht nicht die erste Wahl – für einen anspruchsvollen Cocktailabend aber genau richtig.

Bewertung: 4 von 5 Wacholder-Beeren

Klingt gut? Dann probier den Bareksten Double Gin selbst!

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