London Dry vs. New Western: Gin-Stile verständlich erklärt | Gin Dynasty

London Dry, New Western, Plymouth & Co. - Welche Gin-Stile gibt es und was macht sie aus? Alles über die wichtigsten Kategorien mit Beispielen.

Warum ein Hendrick’s niemals London Dry sein kann

Stell dir vor, du stehst vor der Gin-Abteilung und fragst dich: Was zum Teufel bedeutet eigentlich „London Dry“? Und warum steht das auch auf deutschen Gins? Spoiler: Es hat nichts mit London zu tun! Die Gin-Welt ist voller verwirrender Begriffe, aber keine Sorge – nach diesem Artikel wirst du die wichtigsten Gin-Stile besser verstehen als so mancher Barkeeper.

London Dry Gin: Der Klassiker mit strengen Regeln

London Dry ist der strengste und traditionsreichste Gin-Stil. Hier gelten knallharte EU-Gesetze: Keine Süßstoffe, keine künstlichen Aromen und keine Zusätze nach der Destillation. Der Gin muss mindestens 37,5% haben und darf nur durch natürliche Botanicals aromatisiert werden – und zwar während des Destillationsprozesses.

Wusstest du? London Dry kann überall auf der Welt produziert werden. Der Windspiel Premium Dry Gin aus Deutschland ist ein perfektes Beispiel dafür.

Typisch für London Dry: Wacholder steht klar im Vordergrund, begleitet von klassischen Botanicals wie Koriander, Angelikawurzel und Zitrusschalen. Diese Gins sind die Basis für einen perfekten Gin Tonic.

New Western Gin: Die kreative Revolution

Während London Dry strenge Regeln befolgt, bricht New Western (auch Contemporary Gin genannt) alle Konventionen. Hier dürfen andere Botanicals den Wacholder übertönen oder sogar dominieren. Gurke, Rose, exotische Früchte oder sogar Meeresalgen – alles ist erlaubt!

Diese Kategorie entstand in den 1990ern, als innovative Destillerien begannen, mit ungewöhnlichen Geschmacksprofilen zu experimentieren. Der Hendrick’s Gin war einer der Pioniere mit seinen charakteristischen Gurken- und Rosennoten.

Warum heißt es „New Western“?

Der Begriff stammt daher, dass vor allem amerikanische Destillerien diese neue Richtung prägten – im Gegensatz zu den traditionellen europäischen Stilen. Heute produzieren Destillerien weltweit New Western Gins.

Die anderen Gin-Familien im Überblick

Plymouth Gin

Ein eigener Stil mit geografischem Schutz – nur in Plymouth, England, produziert. Etwas süßer und weicher als London Dry, mit einer charakteristischen Erdigkeit.

Old Tom Gin

Der „missing link“ zwischen Genever und modernem Gin. Leicht gesüßt und malziger im Geschmack. War im 19. Jahrhundert der Standard-Gin für Cocktails.

Genever

Der Ur-Vater aller Gins aus den Niederlanden und Belgien. Wird auf Basis von Malzwein destilliert und schmeckt eher wie ein milder Whisky mit Wacholder-Touch.

Unsere Gin-Empfehlungen für jeden Stil

Für den Einstieg in London Dry empfehlen wir den Sipsmith London Dry Gin – klassisch, ausgewogen und perfekt für Gin Tonic oder Martini.

Bei New Western Gins solltest du unbedingt den Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin probieren. Mit 47 Botanicals aus dem Schwarzwald zeigt er die ganze Vielfalt des New Western Stils.

Für Abenteuerlustige ist der Gin Mare Mediterranean Gin ein Traum – mit Oliven, Basilikum und Thymian schmeckt er nach Mittelmeer-Urlaub im Glas.

London Dry oder New Western – was passt zu dir?

Die Gin-Stile sind wie Musikrichtungen: Es gibt keinen „besten“, nur den, der zu deinem Geschmack passt. London Dry ist dein Ding, wenn du klare, wacholderbetonite Aromen liebst. New Western ist perfekt für Experimentierfreudige, die Überraschungen im Glas schätzen.

Welcher Gin-Stil hat dich überzeugt? Bist du Team Tradition oder Team Innovation? Schreib uns in den Kommentaren!

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